Hüte aus dem historisch-militärischen Bereich. Hier sehen Sie (v.l.n.r.) den Regimentstschako,
den Musketier und den Militärtschako. Der Regimentstschako hier ist eine Nachbildung
des früher (in Zeiten der napoleonischen Kriege) aus Leder gefertigten Originals.
Heute wird er ebenfalls aus Wollfilz gefertigt. Die Höhe dieses Hutes hatte dabei
eine psychologische Bedeutung: Die Soldaten sollten so größer und furchteinflößender
wirken. Der Musketier, aus Wollfilz gefertigt, kann nach persönlichen Wünschen individualisiert
werden: Höher oder niedriger – das kommt auf den Geschmack des Kunden an. Der Militärtschako
ähnelt dem Regimentstschako, wurde aber von verschiedenen Truppen und Soldatennationen
getragen.
(v.l.n.r.) Die Melone, oder auch der Bowler ist ein bekannter Klassiker. Ob man ihn
dabei mit der Kinderserie „Pan Tau“, mit den eleganten Erscheinungen vieler Börsianer
in London, oder aber mit den Viakerfahrern in Wien verbindet, ist einerlei. Der Reit-
oder Dressurzylinder wird von Damen und Herren getragen. Ein Gummiband, welches bei
den Damen im Dutt verschwindet, oder aber eine Innenausstattung aus Leder verhindert,
dass der Hut bei den Sprüngen der Pferde vom Kopf rutscht. Der Biedermeierzylinder
war der erste Nachfolger des Dreispitzes und löste diesen als Hut ab.
(v.l.n.r.) Der hier zu sehende Dreispitz war lange Zeit „in“. Er löste nach dem Mittelalter
das Barett ab und war ein eleganter Hut, der nicht nur von Piraten getragen wurde.
Der Zweispitz ist heute noch als Diplomatenhut bekannt und der napoleonische Dreispitz
ist ein Hut, der auf Wunsch Napoleon besonders geformt wurde und dessen Bezeichnung
„Napoleon“ sich so eingebürgert hat.